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Wachstumshormon­mangel im Überblick

Ein Wachstumshormonmangel (Growth Hormone Deficiency, GHD) im Kindes- und Jugendalter ist selten: auf Basis von Daten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt die 1-Jahres-Prävalenz bei etwa 0,7–0,8 Fällen pro 10.000 Einwohnern. Im Jahr 2022 waren in den GKV-Datenbanken insgesamt 5.198–5.958 Patientinnen und Patienten mit GHD erfasst.1

In den meisten Fällen liegt ein idiopathischer Wachstumshormonmangel vor. Seltener liegen genetische Defekte oder strukturelle Veränderungen oder Schädigungen des Hypothalamus-Hypophysen-Systems zugrunde.2 Die endokrine Störung führt bei Kindern typischerweise zu Wachstumsverzögerungen und Minderwuchs mit normalen Proportionen.3 Zudem kann ein Wachstumshormonmangel zahlreiche weitere Symptome verursachen.4

Die Behandlung eines Wachstumshormonmangels erfolgt durch Substitution mit endogenem Wachstumshormon. Während konventionelles rekombinantes Somatropin täglich subkutan injiziert wird, ermöglichen die seit 2021 zugelassenen langwirksamen Wachstumshormone (Long-Acting Growth Hormone, LAGH) eine 1 × wöchentliche Applikation. Die geringere Injektionsfrequenz kann die Belastung von Patienten und Angehörigen reduzieren und die Adhärenz verbessern.3,5 

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zu Wachstumshormonmangel bei Kindern und Jugendlichen: von den Ursachen und Symptomen über die Diagnose bis hin zur Therapie mit Somatropin.

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GHD = Growth Hormone Deficiency (Wachstumshormonmangel)
GKV = gesetzliche Krankenversicherung 
LAGH = Long-Acting Growth Hormone (langwirksames Wachstumshormon)
pGHD = Pediatric Growth Hormone Deficiency (pädiatrischer Wachstumshormonmangel)

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  1. Ascendis Pharma Endocrinology GmbH. Dossier zur Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V, Lonapegsomatropin (Skytrofa®), Modul 3A. 2023. Unter: https://www.g-ba.de/downloads/92-975-7018/2023_09_14_Modul3A_Lonapegsomatropin.pdf. Zuletzt aufgerufen: Dezember 2025. 
  2. Binder G et al. Leitlinie zur Diagnostik des Wachstumshormonmangels im Kindes- und Jugendalter. Monatsschr Kinderheilkd. 2009; 157:997–1006. doi: 10.1002/9781119152712.ch6. Verfügbar unter: https://link.springer.com/article/10.1007/ 
  3. Frizler M, Paesler J. Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, BfArM, Ausgabe 4, Dezember 2022. Verfügbar unter: https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2022/4-2022.pdf?__blob=publicationFile&v=4
  4. Murray PG, Clayton PE. Disorders of Growth, in: Brook's Clinical Pediatric Endocrinology, Seventh Edition. 2019. doi: 10.1002/9781119152712.ch6. Verfügbar unter: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/9781119152712.ch6
  5. Amini F et al. Caregiver burden in growth hormone deficiency: a targeted review. 2023; 10.13140/RG.2.2.30113.38241. doi: 10.1016/j.jval.2023.09.2934. Verfügbar unter: https://www.researchgate.net/publication/376760307_SA25_Caregiver_Burden_
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